König Minos

König Minos: Der sagenumwobene Herrscher über Kreta

Die Überreste der minoischen Kultur auf Kreta gehören zu den ältesten Zeugnissen der Zivilisation auf dem europäischen Kontinent. Archäologische Ausgrabungen in den alten Städten Knossos und Phaistos förderten die Überreste alter minoischen Paläste zutage. Doch woher stammt diese uralte Kultur, deren Bauwerke so kunstvoll gearbeitet waren und vom großen Geschick der Baumeister zeugen? Die Spuren führen in die griechische Mythologie zum sagenumwobenen König Minos.

Minos und die Rache des Poseidon

Die griechische Mythologie ist voll von Sagen und Legenden. Liebe, Intrigen und heroische Taten spielten in der Welt der Götter eine große Rolle. Minos wurde der Überlieferung nach als Sohn des Göttervaters Zeus und seiner Geliebten Europa geboren. Der Kontinent trägt noch heute den Namen der phönizischen Königstochter. Die Legende berichtet weiter, dass Minos und seine beiden Brüder von Asterios, dem damaligen König von Kreta, adoptiert wurden. Im Streit um das Erbe des Königreichs rief Minos den Meeresgott Poseidon mit der Bitte um Unterstützung an und versprach ihm eine Opfergabe. Poseidon schickte aus den Tiefen des Meeres einen prachtvollen Stier, der als Opfer darzubringen war. Doch Minos weigerte sich, das prächtige Tier zu opfern. Der Meeresgott war zornig über das nicht eingelöste Versprechen und belegte die Frau von Minos, Pasiphae, mit einem Bann. Sie verliebte sich in den Stier und vereinte sich mit ihm in einem hölzernen Gestell, das äußerlich mit Kuhhaut verkleidet war. Im Ergebnis gebar Pasiphae ein entsetzlich entstelltes Ungeheuer mit menschenähnlichem Körper und einem Stierkopf. Der Minotaurus war geboren.

König Minos und das Labyrinth

König Minos sperrte das Ungeheuer in ein vom Architekten Daidalos erbautes Labyrinth, aus dem der Minotaurus nicht entkommen konnte. Die Athener mussten für den Zorn des Minos bezahlen. Er erlegte ihnen die Bürde auf, alle neun Jahre sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge aus gehobenen Häusern nach Kreta zu schicken, wo sie dem Minotaurus geopfert wurden. Als der athenische König Aigeus nicht bereit war, seinen eigenen Sohn, Theseus, zu opfern, entschloss sich dieser freiwillig nach Kreta zu reisen und sich dem Kampf mit dem Minotaurus zu stellen. Bei seiner Ankunft verliebte sich Minos’ Tochter Ariadne in ihn und gab ihm ein Fadenknäuel und ein Schwert mit in das Labyrinth. Theseus besiegte das Ungeheuer und fand mithilfe des Fadens aus dem verhängnisvollen Wirrwarr an Gängen. König Minos machte seinen Architekten Diadalos für die Geschehnisse verantwortlich und verfolgte ihn bis nach Sizilien. Dort wurde der Herrscher über Kreta in eine Falle gelockt und getötet.

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